Der Gewaltbegriff, wie er in der bisherigen Fassung dargestellt wurde, ich gleichzeitig zu umfassend und zu unspezifisch. Er wirft zwischenmenschliche Gewalt im Alltag und sexistische Diskrimierung mit kriegerischen Handeln durcheinander.
Gleichzeitig verkennt er, dass es gerade bei Kriegen in der Regel Täter und Opfer gibt, und nicht etwa Konfliktparteien auf Augenhöhe, die jeweils berechtigte Interessen durchsetzen wollen. Bloß mit den falschen Mitteln.
Gleichzeitig charakterisiert der Text Gewalt nur als Handlung und sieht nicht die intrinsische Gewalt in der Beibehaltung von unterdrückerischen Zuständen.
Als Verband, der sich gegen Antisemitismus & Antizionismus einsetzt, ist es auch inbesondere wichtig, das Selbstverteidigungsrecht Israels anzuerkennen. Und leider kann man sich gegen die Hamas nicht mit netten Worten und neuen Diskursformaten überzeugen.
Wir werden Faschist_innen mehrheitlich nicht verändern können - wir können sie aber mit allem was in unserer Macht (= Gewalt) steht kleinhalten und dafür sorgen, dass ihre Kinder so wie wir werden.
Gewaltfreie Diskurse kann es nicht geben, solange unsere Gesellschaft vom Kapitalismus geprägt und von diskriminierenden Denkmustern durchzogen ist.
| Antrag: | Campusgrüne Grundwerte |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Johannes Klein (Grüne Hochulgruppe Saar) |
| Status: | Geprüft |
| Angelegt: | 21.11.2019, 22:26 |

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